Lernen

Die freie Gestaltung der Lernmethodik bei methodos ist einer unserer wichtigsten Grundsätze. Deshalb ändert sich das konkrete Lernkonzept auch mit jeder neuen Gruppe wieder, da die neuen Mitglieder es an ihre Lernbedürfnisse anpassen. Unverändert über die Jahre blieb bis heute, dass sich das Lernen in Lehrerstunden und »Selbstlernstunden« einteilt.

Für die unterschiedlichen Fächer haben wir verschiedene Lehrer, die uns dabei unterstützen, dass wir bei unserem selbstständigen Lernen die richtigen Schwerpunkte setzen, außerdem beantworten sie ungeklärte Fragen und stellen auf Wunsch der Schüler auch Probeklausuren.

Das Lehrer-Schülerverhältnis unterscheidet sich stark von dem an »normalen« Schulen. Unsere Lehrer sind Unterstützer, die auf einer vertraulichen Ebene mit uns zusammenarbeiten.

In den Selbstlernstunden bleibt Raum für Gruppen- oder Einzelarbeit, Diskussionsrunden, Exkurse oder Wiederholungen.

Dies eröffnet uns viele Möglichkeiten der Gruppenarbeit; z.B. können nach dem Prinzip »learning by teaching« Schüler, die Unterrichtseinheiten bereits beherrschen, diese den anderen Schülern beibringen und so ihr eigenes Wissen festigen und das des Gegenübers erweitern.

Bei methodos ist jeder selbst für sein Lernen verantwortlich. Das mag manchen Menschen Angst einjagen, tatsächlich eröffnet es aber ein riesiges Feld von Möglichkeiten, sich selbst weiterzuentwickeln und schafft gleichzeitig eine neue Lernmotivation für jeden Einzelnen. Wir lernen nicht nur für das Abitur, sondern auch für das Leben, für uns selbst und auch einfach aus Spaß am Lernen.

Neben dem Abiturstoff lernen wir noch vieles andere. Da der gesamte Verein, die Öffentlichkeitsarbeit und der Lernalltag von der Gruppe organisiert werden, bildet sich der Einzelne automatisch auch in diesen Bereichen weiter.

Das dritte große Lernfeld bei methodos ist das soziale Lernen in der Gruppe. Da wir alle voneinander abhängig sind, muss jeder lernen, zuverlässig zu sein und sich nach besten Möglichkeiten in die Gruppe einzubringen. Gute Kommunikation ist unerlässlich. Auch muss die Gruppe lernen, sich entstehenden Konflikten zu stellen und sich mit ihnen auseinanderzusetzen, damit die gemeinsame Arbeit nicht behindert wird.